Städtische Gemeinschaftshauptschule Marsberg
Städtische Gemeinschaftshauptschule Marsberg

Gemeinschaftshauptschule Marsberg erhält Prädikat  „Zertifizierte Geopark-Schule“

Von der Erdgeschichte lernen

Gemeinschaftshauptschule Marsberg erhält Prädikat  „Zertifizierte Geopark-Schule“

 

Die Gemeinschaftshauptschule in Marsberg darf sich zukünftig „Zertifizierte Geopark-Schule“ nennen. Nach einer zweijährigen Probezeit hat die Schule das Zertifizierungsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Norbert Panek, Leiter des Projektbüros des Nationalen Geoparks GrenzWelten (Korbach) überreichte die Zertifizierungsurkunde kürzlich an den Leiter der Gemeinschaftshauptschule, Johannes Schröder.

 

Zuvor berichteten Johannes Schröder und Wolfgang Kleffner über die Aktivitäten der Schule im Rahmen ihres Schulprogrammes. Geoparkführer Gerd Rosenkranz führte verschiedene Schulklassen im Geschichts- und Biologie-Unterricht zu den bergbauhistorischen, geologischen und naturkundlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt Marsberg. Im Rahmen einer Projektwoche wurde das Modell eines Rennfeuerofens, in dem früher Metallerze geschmolzen wurden, nachgebaut. Die Schulkinder entdeckten Spuren des Bergbaus und besuchten den Kilianstollen. Im Foyer der Schule wurde auf Schautafeln über die verschiedenen Aktivitäten und über die Geopark-Einrichtung informiert. Die Juroren Friedel Schumacher (Netzwerk „Gemeinsam aktiv“), Horst Frese (Vorsitzender der AG Heimatbünde im Altkreis Brilon) und N. Panek (Geopark-Projektbüro) lobten die vorbildliche Kooperation zwischen der Schule und dem örtlichen Heimatbund, dem Geoparkführer und den verschiedenen Einrichtungen, die als „außerschulische Lernorte“ dienen. Für die Zukunft angedacht ist die Gründung von Schüler-Arbeitsgemeinschaften, die sich zum Beispiel um die Pflege von Geotopen oder anderen Naturobjekten kümmern sollen.

 

Im Geopark GrenzWelten gibt es zurzeit insgesamt drei Geopark-Schulen, neben der Marsberger Schule die Berliner Schule in Korbach und die Franziskus-Grundschule in Olsberg-Bruchhausen. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn weitere Schuleinrichtungen insbesondere in Waldeck-Frankenberg die Informationsangebote des Geoparks im Unterricht nutzen könnten“, betont Norbert Panek. Das vom Geopark ins Leben gerufene Projekt „Geopark-Schule“ soll Anreize für Schulen bieten, sich intensiver mit der jeweils lokalen Erd- und Landschaftsgeschichte auseinanderzusetzen und Schüler aus dem „klassischen“ Unterricht herauszulocken (siehe Infokasten). „Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen unbelebter und belebter Natur aufzuzeigen und damit die Grundlage für ein bewussteres Wahrnehmen unserer Umwelt zu schaffen“, so Panek abschließend. Bei Bedarf würde der Geopark die Schulen z. B. bei der Beschaffung von Arbeitsmaterialien auch finanziell unterstützen. 

 

Infokasten

Das Zertifikat „Geopark-Schule“ wird vom Projektbüro des Nationalen Geoparks „GrenzWelten“ auf Zeit verliehen. Schulen, die das Zertifikat anstreben, müssen bestimmte Kriterien erfüllen. So muss das Thema „Geopark“ z. B. im Schulprogramm verankert sein. Unterstützt werden die Schuleinrichtungen durch örtlich aktive Geoparkführer als Kontaktpersonen und „Botschafter“. Schulklassen nutzen die Einrichtungen des Geoparks, zum Beispiel Museen, Besucherbergwerke oder besondere geologische Aufschlüsse,  als „außerschulische Lernorte.“ Grundlage der Partnerschaft zwischen Schule und Geopark ist eine Kooperationsvereinbarung. Nach Beendigung einer zweijährigen Probezeit wird die Schule von einer Jury evaluiert und erhält nach Erfüllung der Kriterien das Prädikat „Zertifizierte Geopark-Schule“. Weitere Infos unter  Tel. 05631-954 313 und www.geopark-grenzwelten.de .      

 

 

 

 

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